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Montessori-Schüler entdecken Handwerksberufe

Handwerkskammer in Passau organisierte Beruferallye

Die Siebt- und Achtklässler freuten sich über den spannenden Tag in der Handwerkskammer in Passau, zusammen mit Klassenlehrer Florian Löw (letzte Reihe, Mitte) sowie Lehrern und Kammervertretern.

Zunächst waren eher fragende Gesichter zu sehen, in den Werkstätten des Bildungszentrums der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Passau. 27 Siebt- und Achtklässler der Montessorischule Rotthalmünster waren zur Beruferallye in die Kammer gekommen. Ihr Ziel: Erste handwerkliche Erfahrungen in den Werkstätten sammeln. Nachdem anfängliche Berührungsängste schnell überwunden waren, stürzen sich die Schüler kopfüber hinein, in das Abenteuer Handwerk.

In Gruppen durchliefen die Teilnehmer vier Stationen in den Bereichen Metall, Bau, Kraftfahrzeugtechnik und Sanitär-Heizung-Klima (SHK). Mit Unterstützung von Ausbildern, Lehrlingen und Fachoberschulpraktikanten durften sie verschiedenste praktische Aufgaben erfüllen und sich handwerklich ausprobieren.

So fertigten die Jugendlichen unter anderem eine Trillerpfeife aus Metall, bearbeiteten ein Rohrleitungsstück, bauten ein Mauerwerk und lernten elektrische Schaltpläne kennen. Zwischen den einzelnen Stationen konnten die Schüler ihre neuen Kenntnisse direkt anwenden, um spannende Rätsel zu lösen. Abschließend wurden die besten Teilnehmer und Gruppen bei einer Siegerehrung bejubelt und unter anderem mit Kinogutscheinen belohnt.

„Uns ist wichtig, den Jugendlichen zu zeigen, dass sie ihr Wissen aus der Schule auch im richtigen Leben anwenden können“, betonte der Leiter des Bildungszentrums Josef Sailer. „Die Schüler waren mit viel Eifer dabei. Dieser Erstkontakt mit dem Handwerk ist äußerst wertvoll“, so Sailer weiter. Schließlich kämen viele Schüler sonst kaum mit Handwerksberufen in Kontakt.

Das bestätigte auch Klassenlehrer Florian Löw: „Die Beruferallye ist wegen des Praxisbezuges besonders wertvoll für die Schüler.“ Denn im Gegensatz zu einer Berufsmesse, die nur theoretische Einblicke gewährt, könnten die Jugendlichen hier selbst Hand anlegen. Das ermögliche ihnen, möglichst früh ihre Talente und Interessen zu entdecken und sich gezielter und problemloser für einen Beruf entscheiden zu können.

Die Rallyeteilnehmerin Ana Schmidt-Reitwein war begeistert von den Einblicken ins Handwerk. Nach mehrstündigem Tüfteln, Löten, Rätseln, Formen, Schalten und Mauern lautete ihr Fazit: „Das hat echt Spaß gemacht.“ Ihr späterer Berufswunsch steht noch nicht fest, etwas Handwerkliches würde sie seit heute aber nicht mehr ausschließen.

 

 

Die 14-jährige Ana Schmidt-Reitwein (li.) fertigte mit Unterstützung einer Fachoberschul-Patin eine Trillerpfeife aus Metall.

 

„Wie funktioniert eine Lichtanlage am Auto?“ Kfz-Kursleiter Florian Ehrnböck (re.) erklärte es den Rallyeteilnehmern am praktischen Beispiel.

 Fotos: HWK