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Bewegender Abschied Evi Niederhofers von der Montessori-Schulfamilie

Nach einem Festakt vor öffentlichen Gästen eine Woche zuvor wurde Evi Niederhofer, die Schulleiterin der Montessorischule Rotthalmünster, am Freitag von den Schülern, Eltern, Großeltern und Mitarbeitern in den Ruhestand verabschiedet. Der Tag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Schulgarten mit Pfarrer Hesse von der evangelischen und Pfarrer Fleischer von der katholischen Kirche. Dazu hatten die Schüler der 5./6. Klasse passend zum Thema eine Brücke aus Holz aufgebaut. Jede Klasse zeigte, wie wir in unserem Leben Brücken bauen können, und Pfarrer Hesse verwies auf die Brücke, über die die scheidende Schulleiterin nun in einen anderen Lebensabschnitt gehen müsse. Nach dem Gottesdienst wurden die Viertklässler in ihren Klassen verabschiedet sowie Evi Niederhofer in ihrer eigenen Lerngruppe. Dabei gaben ihr alle Kinder der Klassengemeinschaft mit einer Blume einen Wunsch mit auf den Weg. Um 11 Uhr versammelte sich die ganze Schulgemeinschaft mit Familienangehörigen im Garten, wo die Schulleiterin zunächst alle 4.-ler aufrief, um durch den von den Schülern gebildeten Tunnel gewissermaßen aus der Grundschule rauszugehen. Nun durfte und musste auch Evi Niederhofer durch den Tunnel gehen.

Wie jedes Jahr zur Verabschiedung wurde auch diesmal das Lied „Noi bambini piccolissimi“ aus der Montessori-Oper gesungen. Jetzt sagten die Schüler Lotte Haspelhuber und Julian Kloiber der Schulleiterin ein Abschiedsgedicht, bevor Andreas Kohlmann als Vertreter des pädagogischen Teams auf die vielen Akzente hinwies, die sie in der Schule gesetzt hatte. Dabei wurde ihr besonderer Umgang mit den Kindern herausgehoben, der von großer Achtung und Respekt geprägt war und den sie ebenso den Mitarbeitern wie auch den Eltern und Verantwortlichen entgegenbrachte. Damit habe sie wesentlich die gute Atmosphäre an der Schule geprägt. Jetzt brachten alle Klassensprecher noch Dankesgrüße und –geschenke der Klassen und die beiden Schulsprecher Maja Moser und Benedikt Stigger bedankten sich mit persönlichen Worten. Sie überreichten ihr ein Foto-Leporello, auf dem alle Schüler die Worte „DANKE EVI!“ gebildet hatten, und eine CD mit musikalischen Beiträgen aller Klassen und Gruppen, die der Schülervater Robert Polzer aufgenommen und zusammengestellt hatte.

Das Team gab anschließend ein selbst gedichtetes Lied zum Besten, bevor die scheidende Schulleiterin zum letzten Mal das Wort ergriff. Sie betonte, dass sie den Beruf als Lehrerin immer wieder ergreifen würde, dass aber jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sei aufzuhören. Sie dankte allen für das entgegengebrachte Vertrauen und drückte gleichzeitig ihre Zuversicht aus, dass es gut weitergehen werde. Zum Abschied schenkte sie der Schule einen Apfelbaum, der mit seinen Zweigen, die sich zum Himmel streckten, und seinen Wurzeln, die in der Erde verankert sind, Sinnbild für das pädagogische Wirken sein könnten. Ein „Segenslied für Evi“ – von allen Schülern gesungen – bildete den Abschluss einer bewegenden Feier.